Seit über 2000 Jahren ist die heilende Wirkung von bestimmten Pflanzen, Mineralien und auch tierischen Produkten in der Chinesischen Medizin genutzt worden. Auch die Arzneimitteltherapie beruht auf den theoretischen Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin, so dass jeder Patient eine auf ihn individuell abgestimmte Rezeptur verschrieben bekommt.
Eine Rezeptur kann aus etwa 5-20 Einzelbestandteilen bestehen. So werden verschiedene Pflanzenteile wie Wurzeln, Rinden, Blüten, Stängel und Blätter eingesetzt, ebenso Mineralien oder teilweise tierische Produkte. Erst durch die Kombination der verschiedenen Einzelmittel ergibt sich eine wirkungsvolle Rezeptur.
Meist erstreckt sich die Behandlung von einer Woche bis zu mehreren Monaten, abhängig von der Schwere und Dauer der Erkrankung.
Für die Auswahl eines Mittels ist der Geschmack (süß, salzig, bitter, scharf, sauer), die Leitbahn, auf die das Mittel wirkt und das Temperaturverhalten (kalt, kühl, neutral, warm, heiß) wichtig. Die Rezeptur wird normalerweise als Absud verabreicht, aber auch Granulate, Pulver, Tinkturen, Pillen und Salben werden eingesetzt. Da es steuerbar ist, in welchen Leitbahnen oder Organen die Arzneimittel wirken, kann die Heilkraft ganz gezielt genutzt werden.


